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Livingston Jerimanana

Für die Aufnahmen mit Livingston schleppt uns unser Guide LeGaz von der Gazman Connection quer durch den Busch zu einem winzigen Dorf auf Nosy Be. Was dann geschah, entnehmen wir Hannes Tagebuch:
Nach einer Weile erscheint dann dieser alte Mann mit seiner roten Mütze und der durchgeschrammelten Gitarre auf dem Rücken. Eine Rasseldose auf dem großen Zeh des rechten Fußes schüttelt sich im Puls der heraustretenden Halsschlagader. Die Saitenanordnung ist für uns verkopfte Europäer komplett unverständlich; die sich daraus ergebende Stimmung klingt wie ein im Pogo mitgröhlender Mob aus hundert verschwitzten Männern. Und dann dazu diese Stimme – in Ekstase schreit Livingston „Mam Piraf“ heraus, immer wieder unterbrochen von Lauten, zwischen Röcheln und Stöhnen. Für eine feste Liedstruktur hat er keine Zeit, sein innerer Drang lässt Strophen unvollendet bleiben, um gleich wieder in dem Teil zu zerfließen, der wohl der Refrain sein soll. Ein echter Punkrocker, der so Punk ist, dass er sogar auf Punkrock scheißt.

Livingston Jerimanana | Musik

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